Umweltzahnmedizin

Zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Umweltzahnmedizin (DEGUZ)

Dres. Münker Lübeck Ganzheitliche Zahnmedizin

das Ganze im Blick

Ganzheitliche Zahnmedizin, auch Umweltzahnmedizin genannt, ist ein hoch spezialisierter Fachbereich auf Basis moderner Labordiagnostik und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zentrale Ziele sind die Vermeidung von chronisch entzündlichen Krankheiten sowohl innerhalb als auch fernab der Mundhöhle und die individuell abgestimmte Versorgung chronisch kranker Patienten.

Diabetes, Rheuma, Magen- und Darmerkrankungen, Herz- oder Kreislaufbeschwerden - chronische Entzündungserkrankungen sind heutzutage weit verbreitet. Individuelle Unverträglichkeiten auf bestimmte Materialien können solche Erkrankungen auslösen und verstärken. Die Umweltzahnmedizin betrachtet daher alle Gesundheitsaspekte des Patienten und untersucht die Wechselbeziehungen zwischen zahnärztlichen Maßnahmen und menschlichem Organismus. Denn die Funktionalität und Ästhetik eines Gebisses wiederherzustellen bedeutet für uns Zahnärzte in der Regel, Fremdmaterialien dauerhaft in den Mundraum des Patienten einzubringen. Ganz gleich, ob es sich um Metall oder Kunststoff handelt:

  • Jedes Material geht Wechselwirkungen mit dem Organismus ein.
  • Jedes Material kann sich als individuell unverträglich erweisen.
  • Ein betroffener Zahn kann ausreichen, um chronische Entzündungsprozesse im Körper auszulösen oder zu verstärken.

Es gilt also, für jeden Patienten das am besten verträgliche Material zu finden. Mit Hilfe moderner Labordiagnostik ist es möglich, eine individuelle Metall- oder Kunststoffunverträglichkeit bereits im Vorfeld der zahnmedizinischen Behandlung abzuklären und somit das Risiko einer allergischen Reaktion bzw. Entstehung von chronischen Entzündungsprozessen auszuschließen.

Zahnersatz-Allergie kann jeden treffen

Zahnmedizinische Werkstoffe werden zwar vor ihrer Zulassung generell auf Biokompatibilität geprüft. Dennoch ist die individuelle Unverträglichkeit einzelner Materialien nicht ausgeschlossen. Manche Menschen reagieren empfindlich auf Metalle wie Platin oder Titan, andere auf Kunststoffe oder acrylathaltige Füllmaterialien. Mögliche Folgen einer Sensibilisierung auf diese Werkstoffe wären z.B.

  • Zahnfleischentzündungen und Parodontitis, vor allem aber unspezifische Symptome wie
  • Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit,
  • Infektanfälligkeit, Immunschwäche und Allergien.
Dres. Münker Umweltzahnmedizin Zahnersatz

Jeder Mensch reagiert anders

Zahnersatz gibt je nach Materialkombination, Zustand und Größe der Legierung unterschiedliche Mengen an Metall in das umliegende Gewebe und den Speichel ab - sei es durch Abrieb beim Kauen oder Korrosion. Über den Magen-Darm-Trakt gelangen sie in den Blutkreislauf und somit in den ganzen Körper. Solche Expositionsquellen sind nicht nur Amalgamfüllungen, die Spuren von Quecksilber, Silber, Kupfer und Zinn freisetzen. Auch Wurzelfüllmaterialien und andere Werkstoffe können Metalle wie Aluminium, Kobalt oder Cadmium enthalten.

Letztlich kann jeder in den Mund eingebrachte Fremdstoff eine Entzündung oder allergische Reaktion verursachen, da genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen und jeder Mensch, jeder Körper anders auf Fremdstoffe reagiert.

Dres. Münker Lübeck Umweltzahnmedizin Labor

Der Labortest schafft Klarheit

Wir möchten sicherstellen, dass Ihre Zahnersatzmaterialien keine allergischen Reaktionen hervorrufen und weder Ihre Gesundheit noch Ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. Es stehen verschiedenartige zahntechnische Werkstoffe zur Verfügung, so dass wir sicher eine geeignete, für Sie verträgliche Materialkombination finden werden. Vorausgesetzt wir wissen, ob bei Ihnen eine Sensibilisierung vorliegt bzw. eine Materialunverträglichkeit besteht.

 

Klärung der individuellen Materialverträglichkeit im LTT

  • Ganzheitliche Zahnmedizin nutzt verschiedene Testverfahren zur Bestimmung von Unverträglichkeiten und zur Analyse allergischer Reaktionen auf Fremdstoffe, z.B. Speichel- oder Bluttests.

Der Lymphozyten-Transformations-Test (LTT) ist eine sehr genaue Analysemethode zur Abklärung unterschiedlichster Sensibilisierungen und Allergien. Aus einer Blutprobe werden Immunzellen gewonnen und im Labor mit den zu testenden Materialien zusammengebracht. Mit immunologischen Methoden wird schließlich gemessen, ob die T-Lymphozyten des Patienten auf das entsprechende Material reagieren. Reagieren sie, liegt eine Sensibilisierung vor.

Neben den bewährten Standard-Testprofilen (für die häufigsten Metalle und Kunststoffe im Zahnersatz) können wir auch winzige Materialproben Ihres bereits vorhandenen Zahnersatzes untersuchen lassen, um möglichen Allergieursachen nachzugehen. Für den LTT benötigen wir lediglich eine Blutprobe.

Vorteile für unsere Patienten

Behandlungsleistungen im Sinne ganzheitlicher Zahnmedizin gewährleisten nicht nur eine einwandfreie Funktionalität und harmonische Ästhetik, sie sichern Ihnen auch eine individuell verträgliche zahnmedizinische Versorgung.

Nach einer eingehenden Befragung zu Ihrer gesamtgesundheitlichen Situation untersuchen wir zunächst die Mundhöhle auf mögliche Störfaktoren, die gesundheitliche Beschwerden bewirken können. Das könnten verlagerte Weisheitszähne sein, Entzündungen an marktoten Zähnen oder auch eine chronische Zahnbetterkrankung.

Im LTT-Dentalcheck werden dann die wichtigsten Materialien auf Ihre individuelle Verträglichkeit getestet: Metalle für Dentallegierungen, zahntechnische Kunststoffe, in Klebstoffen verwendete Acrylate. Das Ergebnis gibt Aufschluss über die für Sie immunologisch ungeeigneten Füllungs-, Kronen-, Prothesen- und Implantat-Materialien. Wir wissen also mit Sicherheit, auf welche Materialien bei Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt eine allergische Sensibilisierung besteht - und auf welche Sie nicht reagieren.

Dres. Münker Lübeck Umweltzahnmedizin Vorteile Patient

Sicherheit für den Behandlungserfolg

  • Im Vorfeld einer Neuversorgung mit einer Krone, Brücke, Prothese, Implantatanfertigung etc. kann eine individuelle Unverträglichkeit des vorgesehenen Dentalmaterials somit sicher ausgeschlossen werden.
  • Bei einem positiven Testergebnis auf bereits bei Ihnen eingesetzte Dentalmaterialien besprechen wir gemeinsam, ob eine Entfernung angeraten ist oder ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.